Unternehmerische Verantwortung (CSR)

Unternehmerische Verantwortung im Sinne von Corporate Social Responsibility (CSR) steht für die gesellschaftliche und soziale Verantwortung, die ein Unternehmen übernimmt. Gemeint ist damit das freiwillige Engagement eines Unternehmens, sich sowohl im Markt als auch bei der Produktion fair und verantwortlich gegenüber Mitbewerbern, Gesellschaft, Umwelt und Mitarbeitern zu verhalten, und das auch über die gesetzlichen Forderungen hinaus.


Verantwortlich handeln bedeutet Fragen zu stellen und Antworten zu fordern und zu geben:

  • Woher stammen die gekauften Produkte?
  • Unter welchen Bedingungen werden sie produziert?
  • Welche Inhaltsstoffe sind enthalten? Welche lassen sich vermeiden? Werden die gesetzlichen Vorschriften oder noch besser die Anforderungen von Verbraucherschützern und Umweltorganisationen eingehalten? Oder sind sie gar ein Risiko für Mensch und Natur?


Verantwortung heißt, solange nach Antworten zu suchen bis man sie findet.

Wir übernehmen Verantwortung. Die Sicherheit unserer Produkte und ihre Nachhaltigkeit von der Entstehung bis zur Verwendung sind uns ein Anliegen. Deshalb setzen wir alles daran, über die gesamte Wertschöpfungskette die Einhaltung hoher nationaler und internationaler oder kundenspezifischer Standards zu garantieren.

 

Werbeartikel unterliegen wie alle anderen Konsumgüter auch den unterschiedlichsten gesetzlichen Vorschriften. Sie regeln, welche Grenzwerte für problematische oder besorgniserregende Inhaltsstoffe gelten. Darüber hinaus sind Kennzeichnungs- und Meldepflichten normiert, zu beachten sind z.B. ReacH, Verpackungsverordnung, Bedarfsgegenständeverordnung, RoHs, etc.

Seit 1996 ist etwa geregelt, dass in Deutschland Artikel nicht in Verkehr kommen dürfen, die mit bestimmten Farben der AZO-Stoffgruppe behandelt sind. Diese Farben gelten als krebserregend. Eine andere problematische Stoffgruppe sind z.B. die "polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe" (PAK). Diese sog. Weichmacher können in Kunststoffen oder auch in Lederartikeln vorkommen und gelten als krebserregend und erbgutschädigend. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer chemischer Verbindungen, die heute als besorgniserregend eingestuft werden und nicht in Gebrauchsgütern vorkommen sollten (substances of very high concern: SVHC).

Problematische Stoffe in Werbeartikeln und Risiken

Werbeartikel unterliegen wie andere Konsumgüter auch unterschiedlichsten gesetzlichen Vorschriften, die z.B. Grenzwerte für problematische oder besorgniserregende Inhaltsstoffe festlegen. Ebenso gelten bestimmte Kennzeichnungs- und Meldepflichten, die europaweit normiert sind, dazu zählen unter Anderem  ReacH, die Verpackungsverordnung, die Bedarfsgegenständeverordnung, RoHs, etc.

Die SVHC-Liste der besorgniserregenden Inhaltsstoffe wird jährlich ergänzt, aber auch andere Verordnungen werden kontinuierlich erweitert und geändert oder es kommen neue hinzu. (substances of very high concern: SVHC).

Das bedeutet auch für uns, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und bei neuen oder geänderten Verordnungen genau zu prüfen, ob sie für die von uns vertriebenen Produkte relevant sind und ob Anpassungen notwendig sind.

Wenngleich viele Substanzen problematisch oder sogar verboten sind, kommen aufgrund von unzureichenden Kontrollen und fehlender Überwachung immer wieder Artikel in Umlauf, die gegen gesetzliche Grenzwerte verstoßen. Insbesondere Fernostproduktionen fallen dabei immer wieder negativ auf. Die Verantwortung für die Gesetzeskonformität liegt hier beim Importeur, der die Ware nach Deutschland einführt.

Viele der heute angebotenen Werbeartikel werden nach wie vor in Produktionsstätten in Fernost hergestellt. Man muss dabei davon ausgehen, dass die in weit entfernten Fabriken und in völlig anderem Rechtsraum produzierten Artikel keineswegs immer den europäischen oder deutschen Normen entsprechen. Werbeartikel mit Firmenlogo bergen gerade unter diesem Gesichtspunkt oft ein Rechts- und Reputationsrisiko. 

Was wir tun können:  Zertifizierte Produktionsstätten und Schadstoffanalysen bei renommierten internationalen Prüfinstituten garantieren konforme Werbeartikel, die den gesetzlichen Normen oder weitergehenden kundenspezifischen Grenzwerten entsprechen. Und wir sind immer auf der Suche nach konkurrenzfähigen Produktionsstätten innerhalb der EU, um das Risiko zu minimieren. Gerne informieren wir Sie ausführlich über Möglichkeiten und Lösungen.

Werbeartikel sind aber auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und der Produktionsbedingungen ein Thema, auf das wir Antworten geben können.

 

 

 

Sustainability - Nachhaltigkeit

Das englische Wort Sustainability stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit. Verwendet  wird es heute in wesentlich mehr Bereichen: Im Sozialen, Ökonomischen und Ökologischen.

SA8000 und BSCI. Sozialstandards für die Produktion von Werbemitteln

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Produktionsprozess von Konsumgütern?

Die Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten unser Leben stark verändert. Vor allem die Produktion einfacher Konsumgüter ist in Länder abgewandert, in denen insbesondere erheblich niedrigere Lohnkosten die Herstellung stark verbilligen. Für den Verbraucher bedeutet das meist billige Preise. Doch das hat auch seinen Preis: so wissen wir viel zu oft nicht, wie die Textilien, die Spielwaren usw. hergestellt werden.

Unzählige Presseberichte haben in den vergangenen Jahren ein neues Bewusstsein geschaffen:

Niedrige Preise - unmenschliche Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Löhne unter dem Existenzminimum. Muss das so sein?

Eindeutig nein! Es gibt international tätige Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Sozialstandards für Produktionen weltweit zu definieren und ihre Umsetzung zu organisieren. Unser Bestreben ist es, Fabriken und Vorlieferanten für Werbeartikel zu finden, die die Einhaltung bestimmter sozialer Mindestanforderungen und Arbeitsbedingungen garantieren.
Internationale Prüfinstitute (z.B. TÜV, Bureau Veritas, SGS) auditieren und zertifizieren diese Fabriken nach festgelegten Standards:

SA8000 und BSCI. Sozialstandards für die Produktion von Werbemitteln

- Verbot von Kinderarbeit
- Verbot von Zwangsarbeit und Disziplinarmaßnahmen
- Verbot der Diskriminierung jeder Art
- Menschenwürdige Arbeitszeit- und Überstundenregelung
- Vorsorge für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Löhne, die dem gesetzlichen Mindestlohn bzw. geltenden Industriestandards entsprechen
- Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
- Berücksichtigung von Umwelt- und Sicherheitsfragen

Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne auch im Detail. (Click für Kontakt!)

Was ist REACh und was hat das mit Werbemitteln zu tun?

Das europäische Chemikalienrecht REACh (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien) betrifft die gesamte gewerbliche Wirtschaft. Es soll den Einsatz von chemischen Stoffen regulieren und zu einer weniger belasteten Umwelt beitragen. REACh betrifft sowohl reine chemische Stoffe als auch den Einsatz von chemischen Stoffen in Erzeugnissen, wenn diese Stoffe unter normaler Verwendung freigesetzt werden (intended to be released). REACh ersetzt eine Reihe von EU-Rechtsvorschriften zu Umweltschutz und Sicherheit, lässt jedoch viele sektorspezifische Vorschriften unberührt. „No data – no market“ bedeutet, dass nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden dürfen, die vorab bei der ECHA (Europäische Chemikalien Agentur) registriert wurden. Stoffeigenschaften, beispielsweise zu den physikalischen Eigenschaften, der Giftigkeit und dem Verhalten in der Umwelt sind Informationen, die dort hinterlegt werden müssen. Dies gilt für mittlerweile mehr als 130.000 Stoffe, die auf dem europäischen Markt sind. Alle Stoffe, die neu auf den Markt kommen, müssen zuerst registriert werden. Für besonders besorgniserregende Stoffe, wie z.B. Krebs erregende oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigende Stoffe, wird ein Zulassungsverfahren vorgeschrieben. Die Verantwortung für den sicheren Umgang mit Chemikalien liegt bei den Unternehmen, die die Informationen über Stoffeigenschaften und Informationen zum Risikomanagement den genehmigenden Behörden vorlegen müssen.

Was will ReacH?

  • Schutz von Gesundheit und Umwelt vor möglichen Gefährdungen durch Chemikalien.
  • Besseres Risikomanagement im Umgang und bei der Verarbeitung von Chemikalien. 
  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in der EU 
  • Verantwortungsübertragung der Beurteilung von Risiken von den Behörden auf die Industrie.

Alle Unternehmen sind zum Schutz der Allgemeinheit verpflichtet, innerhalb der Lieferkette zusammenzuarbeiten, wo immer das möglich ist.

Welche Stoffe müssen registriert werden?

Für REACH müssen alle chemischen Stoffe erfasst werden, die mindestens in einer Menge von einer Tonne pro Jahr in der EU produziert oder in die EU importiert werden. Dabei gilt: Je höher die Menge ist, die in den Verkehr gebracht wird, desto mehr Stoffeigenschaften müssen kommuniziert werden.

Wer ist betroffen?

Praktisch jedes Unternehmen entlang der Lieferkette, das mit chemischen Stoffen umgeht, hat bestimmte Verpflichtungen zu erfüllen:

  • In der EU ansässige Hersteller oder Importeure von chemischen Stoffen oder Zubereitungen chemischer Stoffe.
  • Nachgeschaltete Anwender, die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Chemikalien verarbeiten, Zubereitungen (Gemische) für die Endanwendung formulieren oder formulierte Produkte (z.B. Werbeartikel) verwenden.

Welche Konsequenzen hat REACh?

„Keine Registrierung – kein Markt“. Im Klartext: Die Anwendung eines nicht registrierten Stoffes  ist illegal.

Wie arbeitet unser Qualitätsmanagementsystem

Um im eigenen Unternehmen den konsequenten Umgang mit Lieferanten optimal gestalten und steuern zu können, hat mplusm ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut, das alle beteiligten Akteure der Lieferkette in die Verantwortung nimmt. Dieser Unternehmensbereich, Corporate Social Responsibilty (CSR), übernimmt  Aufgaben zur Weiterentwicklung des Systems, Benennung der Zuständigkeiten, Dokumentation der Prozesse und allgemeine Kommunikation. Neue Lieferanten werden einer Eingangsprüfung unterzogen, um zu gewährleisten, dass sie unsere Vorgaben für Sozialstandards und Produktunbedenklichkeit garantieren können.

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