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Siebdruck

Der Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe durch feinmaschiges Gewebe auf das zu bedruckende Material gedrückt wird. An denjenigen Stellen des Gegenstandes, wo dem Druckbild entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes farbundurchlässig gemacht. Ein Vorteil des Siebdrucks besteht darin, dass der Farbauftrag variiert werden kann, so dass klare scharfe Bilder auch auf z. B. Stoffe erreicht werden können.

Das Grundprinzip des Siebdrucks:

Das Sieb ist ein textilähnliches Gewebe. Ein bischen so wie eine engmaschige Gardine. Um damit drucken zu können, wird dieses Gewebe zunächst fest in einen Rahmen gespannt. Dann wird alles mit einer lichtempfindlichen Masse bestrichen. Jetzt wird das vorbereitete Sieb belichtet - ein wenig so wie früher der Film in einem Fotoapparat. Dazu wird auf das Sieb eine vorbereitete Schablone mit dem Motiv gelegt. An den Stellen, an denen das Licht durch die Schablone auf das Gewebe gelangt, wird die aufgestrichene Schicht zerstört. Beim anschließenden Waschvorgang wird die zerbröselte Masse entfernt. Hier ist das Gewebe zu sehen, während die intakte Schicht undurchlässig bleibt.

Im letzten Schritt wird das Rahmen auf das zu bedruckende Objekt gelegt. Mit einem Gummirakel (Abziehwerkzeug) wird anschließend von der Rückseite Farbe durch das Sieb gedrückt. An der Stelle, an der das Gewebe 'offen' ist, gelangt die Farbe auf das Objekt - voilá, der Siebdruck ist fertig!

Die Vorteile des Siebdrucks:

- Wirtschaftlichste Wahl für große, mehrfarbige Werbeanbringungen.
- CMYK für weiße Trägermaterialien verfügbar.
- Geeignet für ebene Flächen und auch für dreidimensionale Objekte bzw. gewölbte Flächen.
- Kann auf ganz unterschiedlichen Materialien angewendet werden.
- Maximal 4 Farben für alle Materialien außer Textilien und maximal 5 Farben für Textilien.
- Bedruckt auch matte, hochglänzende, metallische und phosphoreszierende Untergründe.